Beim Tauchen mit behinderten Menschen unterscheiden wir in der Ausbildung zwischen körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen.
Tauchen mit körperlicher Beeinträchtigung
Die Ausbildung ist grundsätzlich in drei Abschnitte aufgeteilt: Handicap1-Gruppe, Handicap2-Gruppe und Handicap3-Gruppe, sie erfolgt je nach Behinderungsgrad teilweise oder in Gänze. Innerhalb jeder der drei Ausbildungssegmente müssen Sie eine Prüfung ablegen. Haben Sie diese erfolgreich bestanden, erhalten Sie Ihre internationale, unbefristet gültige Gerätetaucher-Zertifizierung.
Als Erstes erlernen Sie die theoretischen Grundlagen des Tauchens. Der Lehrstoff ist leicht im Selbststudium erlernbar (er ist für Jugendliche ab 10 Jahren verständlich).
Im zweiten Teil der Ausbildung erlernen Sie im warmen, klaren Wasser eines Schwimmbades alle Fertigkeiten, um ein sicherer Taucher zu werden.
Die im Schwimmbad erlernten Fertigkeiten müssen Sie dann im sogenannten „Freiwasser“ (See) wiederholen. Hierbei handelt es sich vorzugsweise um Seen innerhalb von Berlin. Es kommen grundsätzlich keine neuen Übungen hinzu.
Tauchen mit geistiger Beeinträchtigung
Ungeachtet der Art und Ausprägung der geistigen Beeinträchtigung sollten zunächst alle Menschen mit geistiger Beeinträchtigung in die Handicap3-Gruppe eingeteilt werden. Es gibt auf der Welt so viele verschiedene Formen und Ursachen der geistigen Beeinträchtigung, da macht es keinen Sinn, einige ausführlich zu besprechen und andere nicht. Man muss hier immer wieder schauen, wie jemand Aufträge und Kommandos umsetzen kann und darf nicht generalisieren. Das heißt, von vornherein Dinge nicht als unmöglich praktizierbar einzustufen oder als Kleinigkeit zu betrachten.